Schulprogramm
April 2013


Leitbild der Geschwister-Scholl-Schule
Wir fühlen uns wohl in einer Atmosphäre des Vertrauens und der gegenseitigen Wertschätzung. In unserer Schule achten wir darauf, dass alle Bausteine von gesundheitsfördernden Maßnahmen umgesetzt werden. Wir bieten Schülern und Schülerinnen Bewegungsmöglichkeiten sowohl in den Pausen als auch im Unterricht. Wir achten  darauf, dass Konflikte gewaltfrei gelöst werden und unsere Schul-und Klassenregeln eingehalten werden. Durch Projekte und fest verankerte Rituale fördern wir den bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln. Zu einer ganzheitlichen Gesundheitserziehung der Schüler und Schülerinnen gehört ebenfalls die Mobilitätserziehung.
Ziel unserer Unterrichtsarbeit ist es, dass Schüler und Schülerinnen unabhängig ihres Leistungsstandes Erfolge erzielen und motiviert sind, individuelle Lernfortschritte in eigenständiger Arbeit zu erreichen.
Gemeinsam mit den Eltern wollen wir unsere Schüler und Schülerinnen in ihren
persönlichen Stärken unterstützen und ihnen helfen diese weiterzuentwickeln. Unsere Schüler und Schülerinnen sollen eigene und gemeinsame Lernwege durch vielfältige Methoden finden und festigen. Dies wird unterstützt durch Räumlichkeiten, Mobiliar und Materialien, die den Bedürfnissen der Lehrenden und Lernenden gerecht werden. Bei all diesen Aufgaben arbeiten wir mit Eltern und außerschulischen Institutionen zusammen.

1. Schulsituationsbericht

Die Geschwister-Scholl-Schule ist eine dreizügige Grundschule, die von ca. 250
Schülerinnen und Schülern (im Folgenden kurz: Schüler) besucht wird.

Der Schulbezirk der Geschwister-Scholl-Schule grenzt einerseits an den Schulbezirk der Goetheschule, andererseits an den Schulbezirk der Markwaldschule. Das bedeutet, dass das Einzugsgebiet neben dem ursprünglichen Ortsteil Dietesheim auch Teile jenseits der S-Bahn im Süden bis zum Naherholungsgebiet und im Südwesten auch Teile des Industriegebietes umfasst. Hinzugekommen ist das Neubaugebiet im Westen zwischen
der Willy-Brandt-Halle und der Fährenstraße.

Die Schülerschaft der Geschwister-Scholl-Schule zeigt eine große Vielfalt an Nationalitäten. Der Gesamtanteil von Kindern mit Migrationshintergrund liegt bei über 40%. An zwei Nachmittagen findet an der Geschwister-Scholl-Schule der herkunftssprachliche Unterricht in Italienisch und Türkisch für die Mühlheimer Grundschüler statt. Hierzu werden die schulbezirksfremden Schüler mit Bussen befördert. Weitere Herkunftssprachen (Arabisch, Griechisch) werden an anderen Grundschulen Mühlheims unterrichtet.

An der Geschwister-Scholl-Schule unterrichten zwischen 12 und 14 Lehrkräfte. Zur Beratung und individuellen Schülerförderung steht uns eine Kollegin der Don-Bosco-Schule Seligenstadt mit sechs Stunden pro Woche zur Verfügung.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist vertrauensvoll und von gegenseitiger Akzeptanz geprägt. Die jährlich stattfindenden Schulveranstaltungen werden durch die Mitarbeit engagierter Eltern getragen und ermöglicht.

Die Elternschaft der Geschwister-Scholl-Schule hat im Jahre 1988 eine SOS-Kinderdorf-Patenschaft in Mexiko übernommen. Dafür führt jede Klasse im Laufe der Grundschulzeit eine „Aktion“ durch. Das erwirtschaftete Geld wird an das SOS-Kinderdorf überwiesen.

Seit Juni 2003 gibt es an unserer Schule einen Förderverein. Dieser ist Veranstalter bzw. Träger des Betreuungsangebotes unserer Schule. Er unterstützt die Schule außerdem finanziell und ideell.

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wurde zusätzlich eine integrative Betreuung durch Progetto Scuola Nord e.V. in Verbindung mit dem Integrationsbüro der Stadt Mühlheim etabliert. Hier erhalten etwa 20 Schüler aus bildungsfernen Familien mit Migrationshintergrund nach Unterrichtsende ein gemeinsames Mittagessen und neben der Unterstützung bei den Hausaufgaben eine sprachliche und kulturelle Förderung.

1.1 Sanierung des Schulgebäudes und Schulhofgestaltung
Das Schulgebäude wurde 1971 fertig gestellt und beherbergte ursprünglich Grund-und Hauptschule. Es besteht aus zwei Teilen, die im Parterre durch die Pausenhalle miteinander verbunden sind.
Das ehemalige Foyer des 1. Stockwerkes wurde 1997 zu einer gutausgestatteten Schülerbücherei umgebaut und ein Elternsprechzimmer wurde abgeteilt.
Die Geschwister-Scholl-Schule verfügt weiterhin über eine gut bestückte Turnhalle. Hinter dieser befinden sich eine Kunststoff-Laufbahn und eine Sprunggrube. Das Schulgebäude und die Turnhalle wurden von der HochTief AG in den Jahren 2005 und 2006 grundlegend saniert. In den Jahren 2006 und 2007 wurde der Schulhof nach den Wünschen der Schülerschaft und den Plänen der Steuerungsgruppe „Schulhof“, bestehend aus Lehrkräften und Eltern, neu angelegt. Die Gestaltung des Schulhofes orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und trägt dem Bewegungsdrang der einen aber auch dem Ruhebedürfnis der anderen Rechnung. Die Spielgeräte wurden vom Förderverein der Geschwister-Scholl-Schule finanziert.
Im Jahre 2008 entstand unter Mithilfe der Elternschaft ein Schulgarten. Dieser wird ganzjährig von der Betreuung des Fördervereins gepflegt und genutzt.

1.2 Gestaltung und Ausstattung der Klassenräume
Seit 2006 verfügt jeder Klassenraum über höhenverstelllbare Tische und ergonomisch korrekte, ebenfalls höhenverstellbare Drehstühle. Dies entspricht den Anforderungen einer gesundheitsfördernden Schule. Gleichzeitig kann so jede Klasse ihren Raum während der gesamten vier Jahre nutzen und ihn individuell gestalten.
Neben der traditionellen Tafel finden sich in jedem Klassenzimmer magnetische
Whiteboards. Alle Räume verfügen über mindestens einen Computerarbeitsplatz, eine Vielzahl Regale und Schränke sowie über eine einrollbare Leinwand zur Benutzung von Overhead-Projektor oder Beamer. Jedes Klassenzimmer hat außerdem eine Lautsprecheranlage für Durchsagen aus dem Rektorat oder Sekretariat.

1.3 Ausstattung der Fachräume
Neben den regulären Klassenräumen verfügt die Geschwister-Scholl-Schule über gut ausgestattete Fachräume.

1.3.1 Turnhalle
Die Turnhalle der Geschwister-Scholl-Schule wurde im Sommer 2006 komplett saniert und entspricht allen sicherheitstechnischen Anforderungen. Es sind drei Geräteräume vorhanden. In einem Raum befinden sich die Großgeräte, in zwei kleineren die Kleingeräte wie z.B. Bälle. Im Rahmen der regelmäßigen Bestandsaufnahmen werden defekte Klein-Sportgeräte identifiziert und ausgemustert. Soweit der erforderliche Etat vorhanden ist, werden diese Geräte sachgerecht ersetzt. Die vorhandenen Großgeräte werden einmal jährlich durch die „Hessischen Sportstätten“ überprüft und bei Bedarf instand gesetzt.

Außerhalb der Turnhalle befindet sich der Bewegungsgeräteraum. Die vorhandenen Geräte werden für die tägliche Bewegungszeit genutzt.

1.3.2 Musik-und Mehrzweckraum
Die Ausstattung des Raums entspricht dem Anspruch des modernen Musikunterrichts. Die Schule verfügt über viele Percussion-Instrumente, so dass mehrere Klassen gleichzeitig damit versorgt werden können. Außerdem gibt es zahlreiche Sopranglockenspiele, je ein Bass-, Alt-, und Sopranxylophon, ein Alt-und zwei Sopranmetallophone, ein Cajon, mehrere Becken, Pauken in verschiedenen Größen, Sopranblockflöten, ein Keyboard mit Klaviertasten sowie zwei Jugendgitarren und mehrere Notenständer. Darüber hinaus befindet sich noch vielfaches Schaumaterial wie eine Orgelpfeife, Fanfare und Geige im Musikraum. Für den experimentellen Musikunterricht stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung, durch die die Schüler selbsttätig Erfahrungen machen können.

Ein Fernseher, Beamer und Wiedergabegeräte ermöglichen die Nutzung als
Mehrzweckraum auch für andere Fachbereiche. Aufgrund der Größe finden hier auch schulinterne Veranstaltungen (z.B. Vorlesewettbewerb, Fortbildungen) statt.

1.3.3 Küche mit anschließendem Mehrzweckraum
Zu den Fachräumen unserer Schule zählt auch eine Küche mit anschließendem
Mehrzweckraum. Hier befinden sich mehrere Schränke mit Geschirr sowie Koch-und Backutensilien, drei Herde mit Backöfen, eine Spüle, eine Spülmaschine, ein Kühlschrank und eine Arbeitsfläche. Die Küche wird von den Klassen zum Kochen und Backen sowie von den Eltern bei verschiedenen Festen genutzt. Darüber hinaus findet im Mehrzweckraum auch diverser Unterricht (Vorlaufkurs, Deutschförderung, Projektbetrieb, herkunftssprachlicher Unterricht) statt.

1.3.4 Computerraum
Die Geschwister-Scholl-Schule verfügt über einen Computerraum mit acht miteinander vernetzten PC-Stationen sowie einem Lehrer-PC mit Internetzugang. Die Rechner sind mit dem Betriebssystem Windows 7 und dem Office Paket ausgestattet.

1.4 Gliederung des Schulvormittags in der verlässlichen Schule
Um der vom Hessischen Kultusministerium geforderten Verweildauer von vier Zeitstunden für die 1. und 2. Klassen und fünf Zeitstunden für die 3. und 4. Klassen gerecht zu werden, wurden mit Genehmigung der Schulkonferenz vom 11.05.2005 die Unterrichtszeiten geändert.


Unterrichtszeit Inhalt
07.45 Uhr – 08.30 Uhr 1. Stunde
08.30 Uhr – 08.35 Uhr Zwischenzeit
08.35 Uhr – 09.20 Uhr 2. Stunde
09.20 Uhr – 09.30 Uhr Frühstückspause
09.30 Uhr – 09.45 Uhr Hofpause
09.45 Uhr – 10.30 Uhr 3. Stunde
10.30 Uhr – 10.35 Uhr Zwischenzeit
10.35 Uhr – 11.20 Uhr 4. Stunde
11.20 Uhr – 11.40 Uhr Hofpause
11.40 Uhr – 12.25 Uhr 5. Stunde
12.25 Uhr – 12.30 Uhr Zwischenzeit
12.30 Uhr – 13.15 Uhr 6. Stunde

Eine Betreuungszeit von 07.30 Uhr bis 07.45 Uhr und von 11.20 Uhr bis 11.40 Uhr wird den Eltern angeboten.

1.5 Vertretungskonzept
An der Geschwister-Scholl-Schule arbeiten zwischen 12 und 14 Lehrkräfte, von denen eine schwerbehindert ist. Fast alle Kolleginnen sind als Klassenlehrerin eingesetzt. Daraus ergibt sich, dass die Möglichkeiten Mehrarbeit anzuordnen, sehr begrenzt sind.
Der Vertretungs-Pool der Geschwister-Scholl-Schule im Rahmen der „Verlässlichen Schule“ kann nicht auf fertig ausgebildete Pädagogen zurückgreifen.

In allen Jahrgangsstufen koordinieren die Klassen-und Fachlehrerinnen wöchentlich, erstellen einen Wochenplan und bereiten die benötigten Materialien vor, so dass die Kolleginnen der Parallelklassen die Einweisung der Vertretungskräfte vornehmen
können. Bei den von den Vertretungskräften betreuten Stunden handelt essich um unterrichts-ergänzende Maßnahmen. Einführungsstunden in eine neue Thematik übernehmen unsere Kolleginnen, während Vertretungskräfte in dieser Zeit deren Klassen betreuen.

Für den Fall, dass nicht rechtzeitig eine Vertretungskraft zur Verfügung steht,  wird die Klasse der erkrankten Kollegin aufgeteilt. Dazu werden jeweils vier zu einer Gruppe zusammengefasste Kinder in einer anderen Klasse untergebracht. Jedes Kind besitzt für diesen Fall eine in regelmäßigen Abständen aktualisierte „Vertretungsmappe“, die Übungsstoff enthält, der von den Schülern selbstständig bearbeitet werden kann. Diszipliniert arbeitende Klassen oder kleine Gruppen erhalten Lesezeit (maximal eine Stunde) in der Bücherei und werden von den Kolleginnen der drei umliegenden Klassen mit beaufsichtigt.

Steht eine längerfristige Vertretung an, übernehmen die Kolleginnen die Vertretung in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch und Sachunterricht. Im Ausnahmefall können zwei Klassen im Mehrzweckraum zeitweise von einer Kollegin gemeinsam unterrichtet werden.

Im Fach Religion übernehmen die verbleibenden Religionsfachlehrerinnen (ev. oder rk.) die Kinder der jeweils anderen Konfession mit und stellen ihren Unterricht entsprechend um. Dies wird möglich, weil auch in diesem Fach die Themen weitgehend parallel festgelegt werden.

Kolleginnen, die für die Teilnahme an Fortbildungen freigestellt werden, legen eine detaillierte Planung vor und besprechen sie rechtzeitig mit den eingesetzten Vertretungskräften oder Kolleginnen. Bei außerordentlichen Veranstaltungen wie gemeinsamen Fortbildungen oder pädagogischen Tagen bietet die Schule stets Betreuung für die Kinder an, die sie benötigen.

1.6 Grundsätze der Klassenbildung
Die Einteilung der Klassen nehmen die Schulleiterin und die Tandem-Beauftragten der Schule gemeinsam vor.

Für die Klassenbildung sind gründliche Vorüberlegungen nötig:

Ausgewogene Verteilung

  • deutscher und ausländischer Kinder
  • von Jungen und Mädchen 
  • evangelischer und katholischer Kinder 
  • moslemischer Kinder 
  • von Kindern ohne Religionszugehörigkeit 
  • verhaltensschwieriger Kinder 
  • der Vorklassenkinder 

Berücksichtigung

  • bestehender Freundschaften
  • der Kindergartenzugehörigkeit 
  • gemeinsamer Betreuung 
  • gemeinsamer Schulwege


1.7 Der Vorlaufkurs
Im März/April fanden bisher die Anmeldegespräche zwischen Schulleiterin, Eltern und den zukünftigen Erstklässlern des übernächsten Schuljahres statt. In diesem Jahr wurde die Schulanmeldung probeweise unter Zusammenarbeit des gesamten Kollegiums an einem Nachmittag durchgeführt; eine Evaluation dieses Vorgehens steht noch aus. Mithilfe eines kleinen Screenings wird der Bedarf einer zusätzlichen Sprachförderung im Rahmen eines Vorlaufkurses festgestellt.

Dieser Vorlaufkurs, für den in der Regel zwei Schulstunden täglich zur Verfügung stehen, startet zeitnah nach den Sommerferien. Die Kursleiterinnen arbeiten mit dem Programm „Deutsch für den Schulstart“ und weiteren Materialien zur Förderung der phonologischen Bewusstheit.

1.8 Beratungs-und Fortbildungspraxis
Entsteht im Zusammenhang mit verhaltensauffälligen Schülern, Schülern mit besonderem Förderbedarf, schwierigen Klassensituationen oder schwierigen häuslichen Situationen Beratungsbedarf, nehmen die Kolleginnen der Geschwister-Scholl-Schule verschiedene Unterstützungsangebote in Anspruch. Dazu gehören die Beratungslehrerin des zuständigen Beratungs-und Förderzentrums, der schulpsychologische Dienst des Staatlichen Schulamtes Offenbach, die Erziehungs-beratungsstelle oder das Jugendamt des Kreises Offenbach.

Das Fortbildungskonzept der Geschwister-Scholl-Schule orientiert sich an dem Qualitätsbereich IV – Professionalität-des Hessischen Referenzrahmens Schulqualität. Die Fortbildungsplanung wird beeinflusst von den Vorhaben im Schulprogramm und dem Bedarf, der aus gesetzlichen Vorgaben entsteht. Auch die persönlichen Weiterbildungsbedürfnisse der Kolleginnen werden berücksichtigt. Die Lehrkräfte melden ihre Wünsche im Laufe des Jahres an.

Unser besonderes Augenmerk liegt auf Fortbildungsveranstaltungen, die für die Schulentwicklung, die Unterrichtsqualität und die kompetenzorientierte Weiterentwicklung des gesamten Kollegiums wichtig sind. Von großer Bedeutung sind auch Fortbildungsmaßnahmen zur Pflege unserer bereits erarbeiteten Zertifikate und zur Erlangung des Gesamtzertifikats der „Gesundheitsfördernden Schule“. Darüber hinaus greift die Geschwister-Scholl-Schule Impulse aus der aktuellen fachwissenschaftlichen Forschung auf (z.B. Hattie-Studie) und entwickelt sich weiter durch die Zusammenarbeit mit den Institutionen der Lehrerausbildung.


Sämtliche in Frage kommenden Weiterbildungsangebote werden im Lehrerzimmer ausgehängt. Die Kolleginnen wählen Veranstaltungen aus, die ihren Fächern, ihren spezifischen Aufgabenbereichen und beruflichen Schwerpunkten oder ihren persönlichen Interessen entsprechen. Fachfremd unterrichtende Kolleginnen besuchen Fortbildungen, um sich grundlegende Kompetenzen des jeweiligen Faches anzueignen. Zur Unterstützung und Förderung dieser Fortbildungspraxis werden die Lehrkräfte zusätzlich von der Schulleitung auf individuell passende Veranstaltungen aufmerksam gemacht.

Falls nicht zwingende dienstliche Gründe dagegen stehen, erhalten die Lehrkräfte stets die Möglichkeit zur Teilnahme an den Weiterbildungsmaßnahmen. Jede Lehrerin führt ein Portfolio zur Dokumentation ihrer Fortbildungsaktivitäten.

Über die Fortbildungsinhalte und die gewonnenen Erkenntnisse berichten die Kolleginnen in den Gesamtkonferenzen und stellen dem Kollegium vorhandenes Material zur Verfügung.


2. Lernen und Lehren


2.1 Grundsätze der Erziehungs-und Bildungsarbeit
Das Gelingen von Schule wird nicht nur durch eine moderne Schulausstattung erreicht. Die Atmosphäre und die Gestaltung des täglichen Miteinanders sind entscheidende Faktoren für erfolgreiches Lehren und Lernen. Folgende Leitgedanken bestimmen den pädagogischen Alltag an der Geschwister-Scholl-Schule:

2.1.1 Atmosphäre
Um erfolgreich lernen zu können, muss sich jedes einzelne Kind von der Gemeinschaft angenommen fühlen. Jede Lehrkraft ist selbstverständlich darum bemüht, ein positives Klassenklima herzustellen. Hierzu gehören Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Respekt und gegenseitige Wertschätzung.

Soziales Lernen ist ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit und soll im Alltag vorgelebt werden. Konflikte zwischen Schülern werden mit den Betroffenen sofort besprochen. Die Lehrkraft moderiert den Konfliktlösungsprozess und unterstützt die Schüler beim Finden von Lösungsmöglichkeiten.


Zwischen Lehrern und Schülern herrscht eine positive Arbeitsatmosphäre, die durch ermunterndes Lob und Anerkennung geprägt ist. Die Lehrkräfte fördern die emotionale und soziale Entwicklung der Schüler und legen Wert auf eine gut funktionierende und stabile Klassengemeinschaft. Der Unterrichtsstoff wird abwechslungsreich, anschaulich und altersgemäß dargeboten. Die Kinder lernen, ihre Lern-und Arbeitsprodukte anderen zu präsentieren und die Leistungen ihrer Mitschüler zu würdigen.

2.1.2 Organisation
Das Kollegium pflegt ein positives und vertrauensvolles Arbeitsklima und arbeitet eng zusammen. Neben einem intensiven fachlichen Austausch schließt dies auch regelmäßig stattfindende Kollegiumsausflüge und -feiern ein. Die Schulleitung sorgt für Unterstützung und Gerechtigkeit innerhalb des Kollegiums. An wichtigen Entscheidungen ist stets das gesamte Kollegium beteiligt, so dass die Zusammenarbeit von Offenheit und Transparenz geprägt ist.

Die Geschwister-Scholl-Schule hat bei auftretenden Schwierigkeiten feste Verfahrensund Arbeitsweisen. Probleme werden im Kollegium besprochen, um eine einheitliche Vorgehensweise zu ermöglichen.

2.2 Zusammenarbeit des Kollegiums und Koordination
Alle parallel eingesetzten Kolleginnen der einzelnen Jahrgangsstufen treffen sich einmal wöchentlich zur intensiven Koordination der pädagogischen Arbeit. In diesen Besprechungen werden Vereinbarungen getroffen bezüglich der

  • zeitlichen Planung der Themen in den einzelnen Fächern
  • Unterrichtsinhalte
  • Gestaltung der Lernkontrollen 
  • Korrektur-und Bewertungsmaßstäbe 
  • Inhalte von Elternabenden 
  • eingesetzten Materialien und Methoden 
  • gemeinsamen Aktionen und Projekten 
  • Klassenfahrten 

Stoffverteilungspläne koordinieren die Verteilung der Unterrichtsinhalte, die an der Geschwister-Scholl-Schule vermittelt werden.
In Arbeitsgruppen wurden schuleigene Stoffverteilungspläne für folgende Fächer erstellt:

  • Deutsch
  • Mathematik 
  • Sachunterricht 
  • Sport 
  • Musik 
  • Religion

Diese schuleigenen Stoffverteilungspläne werden nach und nach durch ein Schulcurriculum ersetzt, das den Bildungsstandards entspricht. Für das Fach Sport liegt bereits ein solches Curriculum für alle Jahrgänge vor.


2.3 Kriterien zur Bewertung des Arbeits-und Sozialverhaltens
Um die Benotung des Arbeits-und Sozialverhaltens transparent und nachvollziehbar zu machen, hat das Kollegium der Geschwister-Scholl-Schule einen Kriterienkatalog zur Bewertung entwickelt.

2.3.1 Arbeitsverhalten
Bei der Benotung des Arbeitsverhaltens werden folgende Fertigkeiten der Schüler berücksichtigt:

Konzentrationsfähigkeit

  • Mitarbeit im Unterricht 
  • Aufmerksamkeit 
  • Interesse am Unterricht 
  • Durchhaltevermögen 
  • Arbeitsbereitschaft 
  • Ausdauer 
  • konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten

Selbstständigkeit 

  • selbstständiges Arbeiten 
  • Auffassungsgabe und Umsetzen von Arbeitsaufträgen 
  • Fähigkeit, sich mit einem Lerninhalt genau auseinanderzusetzen 
  • Arbeiten ohne zusätzliche Aufforderung

Ordnung

  • Heftführung
  • Sauberkeit am Arbeitsplatz und im Klassenraum 
  • Bücherbehandlung 
  • vollständiges Vorhandensein der Materialien


Hausaufgaben

  • zuverlässige Erledigung der Hausaufgaben
  • Qualität der Hausaufgaben


Siehe auch „schuleigenes Hausaufgabenkonzept“


2.3.2 Sozialverhalten
Verhalten gegenüber Lehrkräften Verhalten gegenüber Mitschülern

 

  • Höflichkeit -Höflichkeit
  • Ausdrucksweise -Ausdrucksweise 
  • Einhalten von Regeln -Einhalten von Regeln 
  • Klassenregeln -Gesprächsregeln 
  • Einhalten vereinbarter Regeln auf der Klassenfahrt, auf einem Ausflug oder in der Pause 
  • Rücksichtnahme -Rücksichtnahme 
  • Verhalten gegenüber Schwächeren 
  • Vordrängeln, „Erster“ sein wollen 
  • Hilfsbereitschaft -Hilfsbereitschaft 
  • grundsätzliche Bereitschaft zum freiwilligen Teilen von Arbeitsmaterialien (z.B. Kleber, Schere) 
  • Verantwortungsbewusstsein -Verantwortungsbewusstsein 
  • Bereitschaft, Dienste und Arbeiten für die Klassengemeinschaft zu übernehmen 
  • Dienste zuverlässig ausüben 
  • Kooperationsbereitschaft -Kooperationsbereitschaft
  • Teamfähigkeit 
  • mit anderen spielen und arbeiten können 
  • Konfliktverhalten -Konfliktverhalten 
  • Toleranz -Toleranz 
  • Unrechtsbewusstsein -Unrechtsbewusstsein 
  • eigenes Unrecht einsehen können -eigenes Unrecht einsehen können 
  • für andere eintreten können -für andere eintreten können 
  • sich anderen gegenüber abgrenzen können


2.4 Schulordnung: Schulregeln und Maßnahmenkatalog
Zur einheitlichen Regelung des Schullebens und zur Gestaltung eines friedvollen Miteinanders wurden Schulregeln und Maßnahmenkatalog gemeinsam mit den Eltern und Schülern erarbeitet.

Schulordnung und Maßnahmenkatalog werden in den ersten Klassen im Unterricht und in Elternabenden eingeführt und besprochen. Lehrerinnen, Eltern und Schüler dokumentieren ihre bindende Kenntnisnahme jeweils durch ihre Unterschrift (siehe Präventionsordner).

2.5 Lernstandserhebungen
Schon vor der Einschulung werden an der Geschwister-Scholl-Schule Lernstandserhebungen durchgeführt. Die ersten Lernstandserhebungen, die Kinder durchlaufen, sind die Informationen, die Schulleiterin und Amtsärztin einholen, wenn sie die Kinder auf ihre Schulfähigkeit hin untersuchen. Schon an dieser Stelle werden Wortschatz, Sprachfähigkeit, Grundqualifikationen der Mathematik, sowie die Grob-und Feinmotorik des Kindes und vieles mehr überprüft. Am Kennenlerntag können darüber hinaus auf soziale und emotionale Kompetenzen wie Gruppenfähigkeit, Integrationsbereitschaft und die Fähigkeit, auch zu fremden Kindern und Erwachsenen Beziehungen aufzunehmen, geachtet werden. Nach dieser Lernstandserhebung wird über die Schulfähigkeit beraten und festgestellt, ob das Kind einen Förderbedarf hat, der bereits vor der Einschulung gedeckt werden kann.

Im Laufe der Grundschulzeit werden Lernstandserhebungen unterschiedlicher Art durchgeführt:

  • Trainingshefte „Lernstandserhebungen Mathematik“ (Cornelsen Verlag)
  • Trainingshefte „Lernstandserhebungen Deutsch“ (Cornelsen Verlag) 
  • Buchportal Antolin 
  • Diagnostische Bilderliste nach Dr. Lisa Dummer-Smoch 
  • klassenübergreifende Klassenarbeiten und Tests 
  • schriftliche oder mündliche Überprüfungen des gelernten Unterrichtsinhaltes 
  • Lernstandserhebungen in Deutsch und Mathematik (2. Halbjahr der 3. Klasse) 
  • Diagnosebögen der BfZ-Lehrkraft für die Fächer Deutsch und Mathematik 
  • Gleichgewichtstest im Fach Sport 

Die Lernstandserhebungen in Deutsch und Mathematik im 3. Schuljahr haben einen besonderen Stellenwert, weil sie vom hessischen Kultusministerium entwickelt und hessenweit durchgeführt werden. Ihre Auswertung macht die Leistungen der einzelnen Schüler objektiv vergleichbar und gibt Lehrern, Eltern und Schülern eine Rückmeldung zum jeweiligen Lernstand eines Schülers oder einer Klasse.

Die Lernstandserhebungen bilden die Basis für das Erstellen von Förderplänen und die Umsetzung individueller Förderung.


2.6 Förderung
Wie bereits erwähnt, gibt es die Möglichkeit der besonderen Förderung der Kindergartenkinder vor Schuleintritt im Vorlaufkurs oder durch die Rückstellung in die Vorklasse.

Während der Grundschulzeit wird bei intensiven Lernschwierigkeiten und problematischem Arbeits-oder Sozialverhalten ein Förderplan erstellt, der die schulische, außerschulische und häusliche Förderung koordiniert (siehe schuleigene Formulare). Hierbei wird das Kollegium durch die Lehrkraft des Beratungs-und Förderzentrums DonBosco-Schule Seligenstadt unterstützt (siehe Förderkonzept). Die Lehrkräfte berücksichtigen den Förderbedarf in ihrem Unterricht und differenzieren entsprechend. Die Förderung der Schüler wird individuell gestaltet und ist abhängig von verschiedenen Rahmenbedingungen (Schüler, Eltern, Lehrer, Fördergegenstand). Während des Unterrichts kann in Bezug auf Schwierigkeitsgrad, Umfang, Inhalt und Methode differenziert werden. Auch beim Stellen der Hausaufgaben kann auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus der Schüler geachtet werden. In halbjährlichen Elterngesprächen findet eine individuelle Beratung statt, nach Absprache mit den Eltern sind zusätzliche häusliche Übungen möglich.

2.7 Schülerbücherei
Die Geschwister-Scholl-Schule besitzt eine gut sortierte Schülerbücherei. Die Bücherei wird auch als Arbeitsraum für Gruppen-und Expertenarbeit, Lesezeit und Ähnliches genutzt. Der Bücherbestand beläuft sich zurzeit auf über 4000 Bücher, die von Kindern der 1. bis 4. Klassen ausgeliehen werden können. Darüber hinaus verfügt die Bücherei über 50 verschiedene Klassenlektüren mit Begleitmaterial für den Unterricht.

Zwei Kolleginnen leiten die Bücherei ehrenamtlich, pflegen den Buchbestand und das Litteraprogramm, inventarisieren und betreuen unter Mithilfe von Eltern die Ausleihe. Die Schüler der 1. Klassen bekommen am Anfang des 2. Halbjahres im Rahmen einer Buchvorstellung und einer Einweisung in die Büchereibenutzung ihren Büchereiausweis und damit die Möglichkeit zur Ausleihe. Die Ausleihe findet fünfmal in der Woche während der Pausen statt und erfolgt elektronisch.

Neben deutschen Kinderbüchern gibt es in der Bücherei eine Auswahl internationaler Kinderbücher in den Sprachen Türkisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Russisch, Albanisch und Griechisch. Dies soll den Schülern mit anderer Herkunftssprache den Zugang zum Lesen erleichtern und den Müttern ohne ausreichende Deutschkenntnisse die Möglichkeit zum Vorlesen geben. Verantwortlich für die Auswahl und Pflege der mehrsprachigen Literatur sind die Elternlotsinnen der Schule, unterstützt von einer Mitarbeiterin des Integrationsbüros der Stadt Mühlheim.

In der Bücherei finden die Schüler auch speziell gekennzeichnete Bücher, die in
„Antolin“, einem Portal zur Leseförderung, mit Hilfe von interaktiven Quizfragen
bearbeitet werden können.
Die Kinder können ihre ausgeliehenen Bücher in einem Lesenachweis dokumentieren und werden mit kleinen Preisen für fleißiges Lesen belohnt.

Von Zeit zu Zeit finden in der Bücherei unter Mithilfe von Eltern Nachmittagsaktionen statt. Das können Bilder-Buch-Kinos mit eigenen oder ausgeliehenen Dia-Reihen sein, aber auch Vorlese-und Bastelaktionen, Stegreif-Theater zu Bilderbüchern, Vorlesewettbewerbe oder im besonderen Fall der Besuch einer Märchenerzählerin oder eines Comic-Zeichners.

Zu verschiedenen Anlässen veranstaltet die Bücherei themenbezogene Buchausstellungen (z. B.: Teddys, Tiere, Weihnachten, Ostern, Basteln, neue Bücher, Märchen) oder Buch-Flohmärkte.

Eltern und Kinder können über Spenden eines Buches ihrer Wahl eine Buchpatenschaft übernehmen und so den Buchbestand vergrößern.

2.8 Deutsch-Förderunterricht
An der Geschwister-Scholl-Schule hat sich der Anteil an Schülern mit nicht-deutscher Herkunftssprache in den letzten Jahren stetig erhöht. Im Deutsch-Förderunterricht wird versucht, diese Schüler in ihrer sprachlichen Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.

Aus stundenplantechnischen Gründen wird dieser Unterricht von wechselnden Lehrkräften erteilt. Die für diesen Fachbereich verantwortliche Lehrerin nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil und informiert das Kollegium über Inhalte und Methoden.

Zur Zeit findet im Rahmen des Deutsch-Förderunterrichts ein Intensivkurs mit fünf Wochenstunden für Seiteneinsteiger mit keinen bzw. geringen Kenntnissen der deutschen Sprache statt. Daher reduziert sich die Anzahl der Deutsch-Förderstunden für die 3. und 4. Klassen.

2.9 Zusätzliche Angebote / AGs
2.9.1 PC-Kurs
Die Schule verfügt über einen Computerraum mit acht vernetzten Schüler-PCs sowie einem Administratoren-PC. In allen Klassenräumen befindet sich eine Medienecke mit vernetztem Computerarbeitsplatz und Internetzugang. Zusätzlich besitzt die GSS 20 Notebooks, die miteinander vernetzt werden können. Die Rechner sind mit dem Betriebssystem Windows 7 und dem Office Paket ausgestattet. In den PC-Kursen für die vierten Klassen werden den Schülern einfache Windows-und Wordkenntnisse auf kindgerechte Weise vermittelt, ohne die selbstständiges Arbeiten am Computer nicht möglich ist.

Die Schüler lernen:

  • einen Ordner anlegen und benennen
  • Arbeiten auf der Festplatte speichern 
  • einen Text mit Hilfe der Formatierungsleiste in Word gestalten (Schriftart, Schriftgröße, Schriftfarbe) 
  • markieren, kopieren und einfügen 
  • eine Seite einrichten (Hochformat, Querformat) 
  • Bilder und Grafiken einfügen 
  • Grundfunktionen in Excel und Power Point 
  • Arbeiten mit Lernprogrammen (Lernwerkstatt, Budenberg, Uniwort, Unizahl) 
  • Erstellen von Mind-Maps mit der Software Mind Manager Smart 
  • Internet-Recherche mit Hilfe einer Kindersuchmaschine 
  • Arbeiten mit dem Lesemotivationsprogramm ANTOLIN

Zur Vorbereitung des PC-Kurses werden die Schüler der Jahrgänge 1 bis 3 mit den grundlegenden Kenntnissen vertraut gemacht. Für dieses „PC-Projekt“ steht unserer IT-Beauftragten eine Wochenstunde zur Verfügung.

2.9.2 Psychomotorik
Um Kinder der 1. Jahrgangsstufe im Bereich des Gleichgewichts sowie der Denk-und Konzentrationsfähigkeit zu fördern, bietet die BfZ-Lehrkraft Frau Stuber in der Regel jährlich einen Psychomotorikkurs an. Zusätzlich dazu kann an der GSS unter stundenplantechnischen Voraussetzungen ein weiterer Psychomotorikkurs durch Frau Bauer durchgeführt werden.

2.9.3 Tanzworkshop
Für interessierte Schüler der Klassen 1-4 werden in Kooperation mit der Turngemeinde Dietesheim an einem Tag in der Woche zwei Tanzworkshops angeboten. Leiterin der Kurse ist die ausgebildete Trainerin Frau Waitz-Richert.


2.9.4 Yogakurs
Ebenfalls jahrgangsübergreifend wird in Kooperation mit der Sportvereinigung Dietesheim unter der Leitung von Saskia Gutwerk einmal pro Woche ein Yogakurs angeboten.

2.9.5 Trommelkurs
Interessierte Schüler aller Jahrgangsstufen können am Trommelkurs teilnehmen, der von Herrn Stefan Gutwerk in Kooperation mit der ArtificialFamily geleitet wird.

2.9.6 Schulorchester
Im Schulorchester spielen nicht nur Kinder mit, die bereits zu Hause ein Instrument erlernt haben, sondern auch Kinder, die bisher kein Instrument spielten. Die Lehrkraft setzt die Noten für jedes Können passend um, so dass alle Kinder mit Hilfe von Rhythmuselementen und Notenbezeichnungen an der Ganzheit des Musikerlebnisses teilhaben können.
Das Schulorchester spielt zu allen Gelegenheiten, die sich an der Schulebieten, wie die Schuleingangsfeier der neuen Erstklässler, die jährliche Adventsfeier, das Frühlingskonzert, Schulfeste, Eröffnungen, Pensionierungen etc. Wenn die Anzahl der Lehrerstunden es erlaubt, wird darüber hinaus auch ein Schulchor eingerichtet.

3. Besondere pädagogische Schwerpunkte
3.1 Gesundheitsfördernde Schule
Die Geschwister-Scholl-Schule sieht in der Gesundheitsförderung der Schüler seit Jahren die Grundlage für eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung und eine erfolgreiche intellektuelle Ausbildung. Das Kollegium strebt die Auszeichnung mit dem Zertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ an. Auf dem Weg zur Gesamtzertifizierung hat die Geschwister-Scholl-Schule im Juli 2006 von Vertreterinnen des Staatlichen Schulamtes der Stadt und des Kreises Offenbach bereits Teilzertifikate für die Bereiche Bewegung, Gesunde Ernährung sowie Sucht-und Gewaltprävention erhalten. Das Teilzertifikat Mobilitätserziehung wurde der Geschwister-Scholl-Schule im Februar 2010 verliehen.

3.1.1 Bewegung
Im Bereich der Bewegungserziehung stützt sich unsere Arbeit auf folgende Maßnahmen:

  • Alle Klassen erhalten drei Stunden Sportunterricht.
  • Die 1. Klassen haben die Sporthalle zwar nur zwei Stunden zur Verfügung, können aber die dritte Sportstunde im dreiwöchentlichen Rhythmus in der Turnhalle durchführen. Die verbleibenden Sportstunden können auf dem Pausenhof oder auf dem Kleinsportgelände stattfinden. 
  • Die 3. Klassen erhalten 2 Stunden Schwimmunterricht im Mühlheimer Hallenbad sowie 1 Stunde Sport in der Halle. 
  • Für die Freie Bewegungszeit steht den Kindern eine Gerätegarage mit vielen Bewegungsgeräten zur Verfügung. 
  • Für die Hofpausen können alle Klassen auf eine Pausenspielkiste zugreifen. 
  • Zwischen den kognitiven Unterrichtsfächern führen die Kolleginnen in den FünfMinuten-Pausen kleine Bewegungseinheiten durch. 
  • Außerschulische Angebote (s. 2.9) ergänzen unseren Sportunterricht. 
  • Folgende Veranstaltungen finden jährlich statt: Bundesjugendspiele Wettbewerb Turnen, Bundesjugendspiele Wettkampf Leichtathletik, Sportabzeichenerwerb, Schwimmabzeichenerwerb und Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“, Teilnahme an Grundschulwettbewerben des Kreises Offenbach 
  • Regelmäßige Fortbildungen der Sportkolleginnen erweitern die Unterrichtskompetenz. 
  • Auf dem Schulhof stehen den Kindern vielfältige bewegungsmotivierende Spielgeräte zur Verfügung. 
  • Seit dem Schuljahr 2008/2009 sind alle Klassen mit ergonomisch korrektem Mobiliar ausgestattet.

 

3.1.2 Gesunde Ernährung
Im Laufe der Jahre hat neben der Bewegungserziehung auch die Erziehung zur gesunden Ernährung einen hohen Stellenwert in der Geschwister-Scholl-Schule erhalten. Gesunde Ernährung ist die Voraussetzung für die Leistungs-und Lernfähigkeit der Schüler. Den Kindern werden Kenntnisse über die Bedeutung und Zusammensetzung von Nahrungsmitteln vermittelt, die sie in der Schule und im Alltag umsetzen können. Sie sollen ihre eigenen Essgewohnheiten und -vorlieben erkennen und möglicherweise ändern, um sich auch zukünftig eigenverantwortlich ausgewogen zu ernähren.


Vor der ersten Hofpause findet in den Klassen von 9.20 bis 9.30 Uhr das gemeinsame Frühstück statt. Hier können alle Kinder in Ruhe essen und trinken. Dabei können immer wieder Aspekte eines gesunden Frühstücks thematisiert werden. In allen Klassenräumen findet man eine Wasserbar, an der sich die Schüler nicht nur in der Frühstückspause, sondern auch während des Unterrichts bedienen dürfen. Denn Wasser ist nicht nur ein gesunder Durstlöscher, sondern auch erfrischend und konzentrationsfördernd.

In allen Klassenstufen finden zahlreiche Aktionen im Rahmen einer bewussten Ernährung statt. Regelmäßig besuchen die Ernährungsberaterin sowie der zahnärztliche Dienst des Kreises Offenbach die Geschwister-Scholl-Schule und vermitteln auf kindgerechte Weise Bausteine einer (zahn-)gesunden Ernährung.
In den Klassen wird wiederkehrend gemeinsam ein gesundes Frühstücksbuffet
zubereitet, das anschließend zusammen verzehrt wird. In der Schulküche werden klassenintern regelmäßig gesunde Gerichte gekocht oder gebacken.

Die Themen „Gesunde Ernährung“ und „Zahnpflege“ sind Bestandteile der schuleigenen Stoffverteilungspläne und kommen in vielen verschiedenen Unterrichtseinheiten zum Tragen.

3.1.3 Sucht-und Gewaltprävention
Neben den Bereichen „Bewegung“ und „Ernährung“ wurden die „Sucht-und Gewaltprävention“ als ebenso wichtige Bereiche der pädagogischen Arbeit definiert.

Entsprechend werden regelmäßig thematische Aktionen durchgeführt.

  • Gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrerinnen erarbeitete Schulregeln und einebenso erstellter Maßnahmenkatalog sorgen für die einheitliche Regelung des Schullebens. 
  • Die Hinführung zu eigenverantwortlichem Handeln der Schüler geschieht durch die Wahl der Klassensprecher und die Übernahme wechselnder Klassendienste. 
  • Das Sucht-und Gewaltpräventionsprogramm „Eigenständig werden“ wurde an der Geschwister-Scholl-Schule eingeführt und in den bnUnterrichtsalltag übernommen. 
  • Ein wichtiger Bestandteil des Schullebens ist auch die intensive Zusammenarbeit mit den außerschulischen Institutionen, die beratend und therapierend die Erziehungsarbeit von Eltern und Lehrerinnen unterstützen (z.B. Sozialpädiatrisches Zentrum Offenbach, Beratungszentrum Mitte Dietzenbach). 
  • Das „People’s Theater“ wird soweit finanziell möglich im dritten Schuljahr eingeladen, um typische Probleme der jeweiligen Klasse im Rollenspiel aufzugreifen und zu bearbeiten. 
  • Unter dem Motto „Helfende Hände schlagen nicht“ erhalten alle Viertklässler zu Beginn des Schuljahres eine altersgemäße Erste-Hilfe-Ausbildung durch das DRK Offenbach. In regelmäßigen Abständen haben freiwillige Schüler jeweils zu zweit Sanitätsdienst auf dem Pausenhof. Das Projekt unterstützt die Gewaltprävention und fördert das Gesundheitsbewusstsein der Schüler, denn „helfende Hände schlagen nicht“. Dadurch wird das soziale Klima der Schule nachhaltig beeinflusst. 
  • Eine Lehrerin in der Schule arbeitet als ständiges Mitglied des Arbeitskreises „Konfliktmanagement bei Kindern und Jugendlichen“ des Mühlheimer Präventionsrates mit. 
  • Zwei Lehrerinnen bildeten sich fort in Mediation (Streit-Schlichtung) und gewaltfreier Kommunikation und bieten sich im Konfliktfall als neutrale Ansprechpartner an. 
  • Darüber hinaus gibt es an unserer Schule eine Lehrerin, die zur berufsbegleitenden systemischen Familienberaterin ausgebildet wurde. Sie bietet eine solche Beratung sowohl in Konfliktfällen zwischen Lehrerinnen und Eltern als auch innerhalb einer ganzen Klasse oder kleinerer Subsysteme der Klassengemeinschaft an.

 

3.1.4 Mobilitätserziehung
Seit 2010 findet jährlich eine Verkehrswoche statt, während der die Klassen
fächerübergreifend zu den Themen Verkehr und Mobilität arbeiten. In die Verkehrswoche werden weitere Aktionen und Unterrichtsgänge passend zum Thema eingebunden.

Unter Mobilitätserziehung wird die Erziehung von Kindern zur selbstständigen Mobilität verstanden. Dazu gehört neben der Verkehrssicherheit auch umweltbewusstes, soziales und gesundheitsbewusstes Verhalten. Diese Bereiche werden an der Geschwister-Scholl-Schule in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen durchgeführt.

Zu den regelmäßig behandelten Themenbereichen gehören:

  • Sich auf das Bewegungsverhalten anderer einstellenBewusstsein für Gefahren im Verkehr entwickeln und Gefährdungen vermeiden
  • Verkehrsentfernungen einschätzen und sich entsprechend verhalten 
  • Sich als Verkehrsteilnehmer orientieren: Als Fußgänger und Radfahrer am Verkehr teilnehmen, die wichtigsten Verkehrszeichen und -regeln kennen, sich im (Schul-)Bus adäquat verhalten, Rücksicht nehmen

Begleitet durch die Polizei werden folgende Übungssequenzen durchgeführt:

  • Überqueren der Straße, mit und ohne Ampel (1. Klassen)
  • Radfahrausbildung mit anschließender Radfahrprüfung (4. Klassen) 
  • Verhalten im Bus und an der Bushaltestelle (4. Klassen)

Zur konkreten Ausgestaltung der Mobilitätserziehung an der Geschwister-Scholl-Schule
liegt ein Konzept mit Minimalanforderungen für die einzelnen Jahrgangsstufen vor.

Zu Fuß zur Schule

Der Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ findet einmal jährlich innerhalb der Verkehrswoche statt. Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto in die Schule. Ihr Wunsch, die Kinder damit vor Verkehrsunfällen zu bewahren, ist damit nicht erfüllt. Dagegen machen Gesundheits-und Pädagogik-, Verkehrssicherheits-und Umwelt-Experten eindringlich auf die negativen Auswirkungen der „Eltern-Taxis" aufmerksam. Zu Fuß zur Schule zu gehen hat positive Auswirkungen auf

  • die Gesundheit der Kinder,
  • ihre Persönlichkeitsentwicklung und Lernfähigkeit sowie 
  • unsere Umwelt.

 

Schulwegeplan

Im Zusammenhang mit dem Aktionstag „Zu Fuß zur Schule” wurde den Eltern in den vergangenen Jahren ein Fragebogen ausgehändigt, den sie in Bezug auf den persönlichen Schulweg ihres Kindes beantworten sollten. Aufgrund der
Evaluationsergebnisse dieses Bogens wurde der Schulwegeplan der Geschwister-Scholl-Schule im Hinblick auf „Gefahren auf dem Schulweg“ überarbeitet. Die Neufassung dieses Planes wird allen Eltern der Schulanfänger zur Verfügung gestellt.

3.1.5 Lehrergesundheit
Die Lehrergesundheit als Teilbereich der „Gesundheitsfördernden Schule“ fördert die Effizienz des Unterrichts, führt zu einer Optimierung des Schulklimas und zu einer Entlastung durch Vernetzung in Teamarbeit. Außerdem verbessert sie die Gesundheit aller an der Schule Beteiligten und führt damit zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und zu einem Wohlfühlen im Lebensraum Schule.

Um dies zu erreichen, werden von dem Team „Gesundheitsförderung“ regelmäßig Fortbildungen zum Thema „Lehrergesundheit“ besucht und die Inhalte im Kollegium multipliziert. Daneben finden gemeinsame Weiterbildungen der Lehrkräfte zu grundlegenden Aspekten der persönlichen Gesunderhaltung statt.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur „Gesundheitsfördernden Schule“ ist die Online-Befragung „Gefährdungsanalyse Belastungen am Arbeitsplatz Schule 2010“, an der die Lehrerinnen teilgenommen haben. Die außerschulisch vorgenommene Auswertung soll die Grundlage für die Schulentwicklung bieten.

Aus der bisherigen Arbeit haben sich Konzepte entwickelt, um verbindliche Vereinbarungen zur Entlastung der Lehrerinnen zu schaffen:

  • Konzept zur praktischen Handhabung und Umsetzung bei Unterrichtsversäumnis
  • Konzept zur Gestaltung der Kommunikation zwischen Eltern und Lehrerinnen in der Geschwister-Scholl-Schule als „Gesundheitsfördernde Schule“ 
  • Zur Förderung des Gemeinschaftsgedankens, der Teamfähigkeit und der Kommunikation sind regelmäßige gemeinsame Aktivitäten des Kollegiums etabliert und tragen zum Wohlbefinden aller bei.


3.2 Förderkonzepte
3.2.1 Konzept zur Förderung der Lesekompetenz
Durch vielfältige Aktivitäten, Leseanlässe und Rituale wird die kindliche Lesemotivation an unserer Schule gefördert:

  • Vorlesezeit
  • Lesekönig 
  • Buchportal Antolin 
  • Schülerbücherei 
  • Vorlesewettbewerb 
  • freie Lesezeit 
  • Buchausstellungen 
  • Autorenlesungen 
  • Besuche in der Mühlheimer Stadtbücherei

Im 1. Schuljahr steht das Erlernen der Lesetechnik im Vordergrund. Die Kinder lernen mit Hilfe der Anlauttabelle die Laut-Buchstaben-Zuordnungen kennen, zusätzlich wird jeder Buchstabe einzeln eingeführt.

Zu Beginn des 2. Schulhalbjahres erhalten die Erstklässler einen Leseausweis und eine Einführung in die Schülerbücherei. Die Eltern werden von Beginn an in den Leselernprozess miteinbezogen (z.B. durch „Lesemamas“, Lese-Hausaufgaben).

In der 2. Klasse steht die Automatisierung der Lesetechnik im Vordergrund. Die Schüler erhalten regelmäßig Übungstexte, mit denen gezielt Aspekte wie sinngestaltende Betonung, Lesegeschwindigkeit und -genauigkeit trainiert werden. Die Kinder lesen vermehrt Ganzschriften und lernen, sich Inhalte unterschiedlichster Textformen selbstständig zu erarbeiten und werden so zu flüssigem, sinnentnehmendem Lesen befähigt.

Auch im 3. und 4. Schuljahr nimmt die Leseförderung einen wichtigen Stellenwert ein. Notwendig ist eine kontinuierliche Förderung, um möglichst vielen Kindern den Weg in die Welt der Bücher zu ebnen. Der Unterricht knüpft an das Leseinteresse aller Kinder an, um ihnen Freude am Lesen zu vermitteln.

Vorlesewettbewerb

Jedes Jahr wird in den Jahrgangsstufen 2 bis 4 ein Vorlesewettbewerb durchgeführt. Vorbereitend finden klasseninterne Qualifikationswettbewerbe statt, bei denen alle Kinder eine Passage aus einem selbst gewählten Buch vorlesen und anschließend von ihren Mitschülern auf Smiley-Bögen bewertet werden.

Die Bewertungskriterien sind:

-laut und deutlich lesen
-flüssig lesen
-richtig betonen
-die Stimmlage auch einmal ändern
-Satzenden kenntlich lesen

Beim zweiten Durchgang lesen die Kinder aus einem für sie fremden Text vor und werden erneut bewertet. Die individuelle Vorlesezeit beträgt für beide Durchgänge 2 bis 3 Minuten. In jeder Klasse siegen jeweils der Junge und das Mädchen mit der höchsten Punktzahl.

In einem Schulentscheid treten die Klassensieger jedes Jahrganges gegeneinander an. Die sechsköpfige Jury bewertet mit Hilfe eines Bewertungsbogens Lesetechnik, Textverständnis und Textgestaltung, so dass aus jedem Jahrgang schließlich ein Sieger und eine Siegerin hervorgehen.
Bei einer Preisverleihung, die unter Teilnahme aller Schüler in der Pausenhalle stattfindet, erhalten alle Klassensieger einen Buchpreis und die Jahrgangssieger jeweils eine Urkunde aus den Händen der Rektorin.
Zur konkreten Ausgestaltung der Leseförderung an der Geschwister-Scholl-Schule liegt weiterhin ein ausführliches Konzept für die einzelnen Jahrgangsstufen vor.


3.2.2 LRS-Konzept
Ziel ist die Vermittlung einer langfristigen, sicheren Lese-Rechtschreibkompetenz, die nur durch eine systematische Arbeit am Lernprozess, nicht aber durch kurzfristiges Fehlertraining erreicht werden kann.

Die Förderung richtet sich ausschließlich nach der Leistungsfähigkeit der einzelnen Schüler. Um Schüler nach ihren persönlichen Bedürfnissen fördern zu können, muss die Klassenlehrerin deren individuellen Stärken und Schwächen kennen.

Schüler, die beim Schulanfang schon deutliche Probleme im Bereich der phonologischen Bewusstheit zeigen, gehören zur Risikogruppe der lese-und rechtschreibschwachen Kinder. Holen diese Schüler ihre Leistungsrückstände in den ersten Wochen nicht auf, muss dringend eine individuelle Förderung im Klassenverband einsetzen oder eine zusätzliche Förderstunde angeboten werden, falls eine Förderung im Klassenverband nicht ausreichend ist. Für die Klassen 2-4 wird ebenso verfahren.

Als diagnostisches Material wird ab dem 2. Halbjahr des 1. Schuljahres die Diagnostische Bilderleiste von Dummer-Smoch und Sommer-Stumpenhorst im halbjährlichen Turnus durchgeführt. Die Klassenkonferenz stellt anschließend den individuellen Förderbedarf fest. Der Förderunterricht wird überwiegend mit Hilfe des Förderprogramms Ortografikus durchgeführt.

Trotz intensiver schulischer Fördermaßnahmen ist es möglich, dass einzelne Schüler die notwendigen Kenntnisse im Lesen und Schreiben nicht erwerben. In diesem Fall weist die Schule die Erziehungsberechtigten auf geeignete außerschulische Therapie-und Fördermaßnahmen hin. Unsere Schule arbeitet in diesen Fällen eng mit dem schulpsychologischen Dienst, bei Bedarf und Wunsch der Eltern auch mit Therapeuten (Psychomotorik, Ergotherapie, Logopäden) und ähnlichen Institutionen zusammen.

Zur konkreten Ausgestaltung der LRS-Förderung an der Geschwister-Scholl-Schule liegt ein ausführliches Konzept vor.

4. Öffnung von Schule
4.1 Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
Um Institutionen der Gemeinde kennenzulernen, bestehen regelmäßige Kontakte (z.B. Besuch der Feuerwehr, Besichtigung des Mühlheimer Rathauses). Des Weiteren nehmen Kolleginnen regelmäßig an den Treffen des örtlichen Präventionsrates teil. Alle Schüler der 4. Klassen besuchen das Projekt „Linienbus als Klassenzimmer“, das von einem Arbeitskreis des Präventionsrats organisiert wird.


Regelmäßiger Kontakt besteht außerdem zur Ernährungsberatungsstelle des Kreises Offenbach. Die Ernährungsberaterin wird jährlich zur Gestaltung eines gesunden Frühstücks in die ersten Klassen eingeladen. Auch die anderen Klassen führen regelmäßig Projekttage zum Thema „gesunde Ernährung“ durch.

Einmal im Jahr findet in jeder Jahrgangsstufe eine Sensibilisierung zum Thema Zahnpflege durch eine Mitarbeiterin der Kinder-und Jugendzahnpflege statt.

Mit der Stadtbücherei Mühlheim besteht eine intensive Zusammenarbeit. Sokönnen sich Klassen um eine mehrtägige Einführung bewerben, bei der sie die Möglichkeit haben, sich einen eigenen Büchereiausweis ausstellen zu lassen.

In Kooperation mit Dietesheimer Vereinen werden nachmittags zusätzliche Kurse und AGs angeboten (siehe Punkt 2.9).

4.2 Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten
Die Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten ist seit vielen Jahren eine wichtige Konstante und hat einen besonderen Stellenwert in der Arbeit der Geschwister-Scholl-Schule.

Unsere Schule wird jährlich von bis zu sechs Kindergärten mit einzuschulenden Kindern versorgt. Im Vorfeld werden die Einrichtungen über alle wichtigen Termine im Zusammenhang mit der Einschulung informiert. Im Rahmen der Einschulung findet in der Regel schon vor dem sogenannten Kennenlerntag ein intensiver Austausch über die Kinder statt, sofern die Eltern diesem Austausch zustimmen. Die Schule legt sehr viel Wert auf die Einschätzung der Erzieherinnen, da diese die Kinder meistens drei Jahre kennen. Im Anschluss an den Schulbesuchtag findet eine Auswertungskonferenz statt, zu der Vertreterinnen aller Kindergärten eingeladen werden. Die Beobachtungen der Lehrerinnen werden mit denen der Erzieherinnen verglichen. Für die Schulleiterin ist dieses Gremium noch einmal ein wichtiger Baustein zur Entscheidungsfindung in Bezug auf die Einschulung bei Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten. Zur Ergänzung der Beobachtungen am Kennenlerntag hospitieren Lehrerinnen in den Kindertagesstätten.

Zur Erfüllung des Bildungs-und Erziehungsplanes besteht ein sogenanntes „Tandem“ zwischen Kindergärten, Betreunungseinrichtungen und der GSS. Dieses Tandem-Team, welches aus festen Mitgliedern der einzelnen Institutionen besteht, trifft sich drei bis vier Mal jährlich. Bisher hat das Team folgende Bestandteile der Zusammenarbeit etabliert:

  • -Erstellung des gemeinsamen Flyers „Fit für den Schulalltag“ mit Informationen für die Eltern der zukünftigen Erstklässler
  • Durchführung eines gemeinsamen Informationsabends für die Eltern der einzuschulenden Kinder 
  • Gemeinsame Erarbeitung eines Hausaufgabenkonzepts mit dem Hort 
  • Einrichtung eines Elternabends zum Thema Hausaufgaben, durchgeführt von Schule und Hort 
  • Führen gemeinsamer Elterngespräche 
  • Mitarbeit von Hort und Kitas bei schulischen Projekten 
  • Planung und Durchführung von regelmäßigen Modulfortbildungen nach dem Bildungs-und Erziehungsplan


4.3 Übergänge
Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dafür zu sorgen, dass sich sowohl die Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule als auch von der Grundschule in die weiterführenden Schulen für die Kinder und deren Eltern möglichst reibungslos vollziehen.

4.3.1 Übergang vom Kindergarten in die Geschwister-Scholl-Schule
Bei der Beratung mit den Kindergärten, bei der Schüleranmeldung, der Besprechung mit der Schulärztin und der inhaltlichen Gestaltung des Kennenlerntages werden folgende Aspekte besonders berücksichtigt:

  • Kinder (und Eltern) sollen das Schulgebäude und den Schulbetrieb kennen lernen.
  • Sie sollen auf die Schule neugierig gemacht und für den Schuleintritt motiviert werden. 
  • Eventuell vorhandene Defizite sollen mit den Eltern besprochen werden. 
  • Notwendig erscheinende Förder-und Differenzierungsmöglichkeiten außerhalb und innerhalb der Schule sollen gesucht und nach Möglichkeit vor Eintritt in die erste Klasse in Anspruch genommen werden.

Bei der Anmeldung der künftigen Erstklässler fanden bisher Einzelgespräche zwischen der Schulleiterin, den Eltern und dem Kind statt. Die Einbeziehung des gesamten Kollegiums wird derzeit erprobt. Im Anschluss an die schulärztliche Untersuchung führen die Schulleiterin und die Schulärztin ebenfalls Gespräche über die einzelnen Kinder.

Daneben finden noch der Schulbesuchstag und Hospitationen seitens der Schule in den Kitas statt, um die zukünftigen Schüler besser kennenzulernen und die Schulfähigkeit einzuschätzen (vgl. 4.2). In besonderen Fällen werden danach Eltern von der Schulleiterin nochmals zu einem Beratungsgespräch eingeladen.


4.3.2 Übergang zu den weiterführenden Schulen
Den Auftakt zu den Übergängen von der 4. Klasse in die weiterführende Schule bildet der seit vielen Jahren von allen Mühlheimer Grundschulen gemeinsam veranstaltete Informationsabend für die Eltern. Dieser gemeinsame Informationsabend findet nach den Herbstferien in der Aula der Friedrich-Ebert-Schule (Haupt-und Realschule) statt. In den regelmäßigen Treffen der Mühlheimer Schulleiterinnen und Schulleiter werden Absprachen und inhaltliche Vereinbarungen zur Gestaltung des Übertritts getroffen.
Darüber hinaus erarbeiten Lehrerinnen und Lehrer aller Mühlheimer Grund-und
weiterführenden Schulen in einer Arbeitsgemeinschaft die den Übergang betreffenden Vereinbarungen.
Zum Friedrich-Ebert-Gymnasium und der Friedrich-Ebert-Schule besteht regelmäßiger Kontakt. Nach der Anmeldung der Schüler im März finden Gespräche über einzelne Schüler im Hinblick auf die Klassenbildung statt. Im ersten Drittel des 5. Schuljahres treffen sich die ehemaligen mit den neuen Klassenlehrerinnen und -lehrern und tauschen sich über Arbeits-, Sozial-und Lernverhalten der Schüler aus.

4.4 Elternarbeit und Elternmitarbeit
Am Schulleben der Geschwister-Scholl-Schule sind drei Gruppen beteiligt: Schüler, Lehrer und Eltern. Es ist wichtig, dass Elternarbeit langfristig angelegt ist und von einem partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeiten aller Personen getragen wird. Besonders in den ersten Klassen ist es von Bedeutung, die Eltern der neuen Schüler zu motivieren, sich aktiv am Schulleben zu beteiligen.

Elternarbeit lässt sich in zwei wesentliche Bereiche gliedern:

4.4.1 Informationsaustausch

  • Nach individuellen Absprachen finden persönliche Beratungsgespräche statt. Einmalpro Halbjahr wird ein Beratungsgespräch durch die Lehrerin angeboten, in dem sich die Eltern unabhängig von Problemen über Leistungen, Verhalten, Fortschritte etc. ihres Kindes informieren können. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf finden regelmäßig Gespräche über Lernstand und Lernfortschritt statt. 
  • Mindestens einmal pro Halbjahr findet ein Elternabend statt. In diesem Rahmen werden in der Regel Informationen über pädagogische Ziele, Lernstoff und Lernstand der Klasse gegeben. 
  • In Elternbriefen werden die Eltern über aktuelle schulische Gegebenheiten informiert. 
  • Ein Mitteilungsheft (meist auch gleichzeitig Hausaufgabenheft) dient der Rückmeldung über nicht bzw. ungenügend erledigte Hausaufgaben, zu Terminabsprachen, zur Information über Fehlverhalten in den Pausen bzw. im Unterricht sowie zum allgemeinen Informationsaustausch zwischen Eltern und Lehrkräften. 
  • Im Laufe des 4. Schuljahres finden im Rahmen des Übergangs zur weiterführenden Schule Beratungsgespräche und Informationsveranstaltungen statt.

4.4.2 Elternmitarbeit
Je nach Interesse und zeitlichen Möglichkeiten gibt es für die Eltern unterschiedlichste Formen, sich in der Schule zu engagieren.

  • Mitglieder der offiziellen Gremien, des Schulelternbeirats, des Ausländerbeiratsund der Schulkonferenz werden alle zwei Jahre gewählt. 
  • Bereits im ersten Schuljahr werden Eltern als „Lesemamas/Lesepapas“ eingesetzt und somit in den Unterricht eingebunden. Ebenso begleiten die Eltern Ausflüge, Theater-besuche und Klassenfahrten. 
  • In den dritten Klassen unterstützen Eltern regelmäßig den Schwimmunterricht. 
  • Für die Fahrten im realen Verkehr während der Fahrradschulung / Fahrradprüfung begleiten die Eltern regelmäßig die einzelnen Fahrradgruppen unter Aufsicht der Polizisten.

Eltern, die darüber hinaus für die Schule tätig werden möchten, können sich im
Förderverein, in der Schülerbücherei oder als Elternlotsen engagieren.

In unserem Konzept „Gestaltung der Kommunikation zwischen Eltern und Lehrerinnen der GSS als gesundheitsfördernde Schule“ werden die Wege zur Mitarbeit in schulischen Gremien und die Möglichkeiten des Mitwirkens am Schulleben aufgezeigt.

4.4.3 Intensivierung der Integrationsarbeit
Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund nimmt auch in der Geschwister-Scholl-Schule stetig zu. Daher wurden in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Mühlheim „Elternlotsinnen“ als Kontaktstelle zu Eltern mit Migrationshintergrund an der Schule installiert. Ziele dieser Maßnahme sollen die Veränderung des elterlichen Verhaltens im Umgang mit Schule sowie die Entwicklung diesbezüglicher Kompetenzen sein, um die Zusammenarbeit mit der Institution Schule zu optimieren. Darüber hinaus pflegen die Elternlotsinnen den internationalen Teil der Schülerbücherei.

Um die sprachlichen Barrieren zu überwinden und möglichst früh einen guten Kontakt zu den Eltern mit Migrationshintergrund aufzubauen, soll in Zusammenarbeit mit dem Integrationsbüro der Stadt Mühlheim sowie den Elternlotsinnen ein multikultureller Informationsabend an der Schule etabliert werden. Wichtige Schulformulare werden zu diesem Anlass in die häufigsten Herkunftssprachen übersetzt. Bei Kaffee und internationalen Spezialitäten werden die Eltern willkommen geheißen.

4.5 Regelmäßig stattfindende schulische Veranstaltungen
Alle Klassen führen in regelmäßigen Abständen eigene Feste durch wie Adventsfeiern, Grillfeste, Herbstfeste oder Bastelnachmittage. Kinder, Eltern und Lehrerinnen haben so die Möglichkeit, sich in angenehmer Atmosphäre miteinander zu unterhalten, zu spielen oder zu basteln.

Projekttage oder Projektwochen bieten den Kindern die Gelegenheit, sich klassen-bzw. jahrgangsübergreifend in selbstgewählten Projektgruppen intensiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen.

In jährlichem Wechsel mit den Projekttagen finden Schulfeste statt, die von Eltern-und Lehrerschaft gemeinsam organisiert werden. Diese Feste führen die gesamte Schulgemeinde zusammen. Sie geben der Schule Gelegenheit sich nach außen darzustellen. Neben dem Spaß an Spiel und Darbietungen bringen Schulfeste und Projektpräsentationen aber auch einen nicht unerheblichen Erlös, der notwendig ist, um besondere Anschaffungen wie Bewegungsgeräte, Spielekisten oder Sitzgruppen für Ruhezonen im Schulhof machen zu können.

Wenn Klassen kleine Theaterstücke, Singspiele oder andere Darbietungen eingeübt haben, werden sie für alle Schulkinder in der Pausenhalle vorgetragen, etwa an den letzten Schultagen vor den Ferien oder in der Adventszeit nach den Adventssonntagen.

4.6 Schulwanderungen und Schulfahrten
4.6.1 Unterrichtsgänge, Wanderungen, eintägige Ausflüge
Ausflüge, Unterrichtsgänge und Wandertage sind an der Geschwister-Scholl-Schule in der Regel themengebunden und haben einen Unterrichtsbezug oder sollen ihn herstellen. Sie dienen im weitesten Sinn der Bildung und Ausbildung, d.h. Lernen findet hier an anderen Orten statt. Einen Großteil der Ziele macht der Besuch kultureller Einrichtungen aus.
Unterrichtsgänge werden unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Zeit und des sonstigen Fachunterrichts der Lehrkraft durchgeführt. Die Kosten für alle Ausflüge im Schuljahr zusammen sollten deutlich geringer als die einer Klassenfahrt sein.

4.6.2 Mehrtägige Klassenfahrten
Klassenfahrten sollten in der Regel fünf Unterrichtstage dauern und während der Grundschulzeit einmal stattfinden.

Klassenfahrten fördern das soziale Lernen, denn der Lebensalltag wird miteinander gestaltet. Gemeinsame Zimmer, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Freizeitgestaltung und gemeinsame Unternehmungen erfordern sowohl Rücksichtnahme als auch Wahrnehmung des Einzelnen. Eigene Interessen müssen mit anderen abgestimmt werden. Da all dies der Förderung der Klassengemeinschaft dient, sollten Klassenfahrten vorzugsweise in Klasse 3 durchgeführt werden, spätestens jedoch zu Beginn der 4. Klasse.

Klassenfahrten öffnen neue Horizonte, denn sie helfen die nähere und weitere
Umgebung unter verschiedenen Gesichtspunkten zu erschließen (Naturbegegnungen, Heimaterkundung, sportliche Betätigung, Kultur). Entsprechende Angebote am Zielort werden von der Lehrkraft in die Planung miteinbezogen.

Klassenfahrten bringen Bewegung ins Lernen. Die Kinder können kreativer und
experimenteller lernen, neue Erfahrungsbereiche werden erschlossen. Deshalb sollten Jugendherbergen und Schullandheime pädagogisch und didaktisch gestaltete Erfahrungsräume für vielfältige Lernmöglichkeiten bereitstellen. Klassenfahrten bieten die Möglichkeit zu fächer-und schulformübergreifendem Lernen mit komplexen Erfahrungsmöglichkeiten und somit ideale Bedingungen für Projektlernen. Das Besondere jedes Zielortes sollte deshalb bei der Planung berücksichtigt und die jeweiligen Lernangebote vor Ort genutzt werden.

Klassenfahrten stellen für die Schüler Höhepunkte ihres Schulalltags dar, dieStoff zum Erinnern und zum Erzählen bieten. Klassenfahrten leisten einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und sind gemeinschaftsbildend. Die Lehrkräfte haben die Möglichkeit, ihre Schüler ganzheitlich wahrzunehmen und andere Seiten an ihnen als nur die schulische kennenzulernen. Die Finanzierung der Klassenfahrt muss so geplant sein, dass alle Kinder daran teilnehmen können.

4.7 Soziale Aktivitäten
Die Ausbildung der sozialen Kompetenz bei unseren Schülern ist allen Lehrkräften der Geschwister-Scholl-Schule und der Elternschaft sehr wichtig. Folgende Aktivitäten werden an der GSS durchgeführt:

  • Schulsanitätsdienst
  • Kehren des Schulhofes 
  • Übernahme von Klassendiensten 
  • Amt des Klassensprechers 
  • Aktionen für das SOS-Kinderdorf in Mexiko

Die Elternschaft entschied bereits 1988 gemeinsam mit dem damaligen Kollegium, eine regelmäßige Verantwortung für eine Familie im SOS-Kinderdorf in Huehuetoca einzugehen. Ursache für diese Hilfsmaßnahmen war das schwere Erdbeben 1985, das zahllose Kinder zu Waisen und Verlassenen machte. Das SOS-Kinderdorf wurde damals gebaut, um die große Not der Kinder zu lindern. Immer wieder wurde diese Entscheidung im Laufe der vergangenen zwanzig Jahre bestätigt und der Eifer der Schüler, den Kindern in Mexiko zu helfen, zeugt von dem Interesse, das das Projekt für alle Kinder an unserer Schule geweckt hat. Die Klassenlehrer haben sich verpflichtet pro Schuljahrgang eine Aktion durchzuführen, deren Erlös an das SOS-Kinderdorf geht. Kinder sind offen für Nöte und Ängste anderer Menschen. Sie interessieren sich für andere Kulturen. Tiere, Pflanzen und Musik begeistern sie. Die Beschäftigung mit einer ganz anderen Kultur, exotischen Tieren und Pflanzen, fröhlicher Musik und ausdrucksstarken Bildern wecken genauso ihr Interesse wie die Erkenntnis, dass es Kindern in anderen Ländern anders ergeht als ihnen selbst.

4.8 Förderverein
Seit Juni 2003 gibt es auf Initiative engagierter Eltern an unserer Schule einen
Förderverein. Er ist Veranstalter und Träger eines der Betreuungsangebote (s. 4.9.2).

Der Förderverein unterstützt die Schule vor allem finanziell und ideell, da öffentliche Gelder knapp sind. Dazu gehören das Klavierstimmen, Anschaffung von Experimentierkästen, die Erstausstattung der Pausenkisten und Finanzierung von Bewegungsgeräten, Bezuschussung der Geräteausstattung für den Sportunterricht. Die Mitarbeiterinnen des Betreuungsangebotes pflegen und gestalten den Schulgarten.
Darüber hinaus werden Theateraufführungen für die Schüler organisiert und finanziell unterstützt. Vorstandsmitglieder des Fördervereins stehen als Jury-Mitglieder bei den jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerben zur Verfügung. Die dafür benötigten Buchpreise werden ebenso finanziert.

Der Förderverein arbeitet gemeinsam mit der Schulleitung derzeitig daran, Sponsoren für eine „Sponsorenwand“ zu gewinnen. Darüber hinaus organisieren die Mitglieder des Fördervereins in Zusammenarbeit mit dem SEB die Verpflegung der Gäste bei Schulfesten und Projektwochen. Auch ein Büchereicafé in den ersten Novemberwochen wird von dem Förderverein gemeinsam mit dem Büchereiteam der Schule sowie dem Mühlheimer Buchladen jährlich ausgerichtet.

Homepage des Fördervereins: www.FV-GSS.de
Kontaktaufnahme per Email unter: FV-GSS@WEB.DE


4.9 Betreuungsangebote
4.9.1 Betreuung durch Proget
ttoScuolaNorde.V.
Die Einrichtung eines Integrationsprojektes durch Progetto Scuola Nord e.V. an der Geschwister-Scholl-Schule wurde von der Stadt Mühlheim gefördert und stellt neben der Betreuung des Fördervereins einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Ganztagsschule dar.
Die Progetto Scuola Nord e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dieFörderung bildungsbenachteiligter Kinder mit Migrationshintergrund zum Ziel gesetzt hat. Sie steht aber auch benachteiligten Kindern aus deutschen Familien offen. Erreicht werden sollen explizit auch Kinder aus Familien, die staatliche Unterstützung im Rahmen von Hartz IV empfangen.
Für Familien dieser Zielgruppe ist die Übernahme der Betreuungskosten durch Pro Arbeit möglich. Finanzielle Gründe sollen die Teilnahme von Kindern auseinkommensschwachen Familien nicht verhindern.

Schüler der Klassen 1-4 haben die Möglichkeit, nach Unterrichtsende in kleinen Gruppen bis

17.00 Uhr unter Betreuung zusammenzubleiben, ein gemeinsames Mittagessen einzunehmen, ihre Hausaufgaben zu erledigen sowie wichtige Impulse zur Entwicklung ihrer geistigen, sozialen und musischen Fähigkeiten zu erhalten.


4.9.2 Betreuung des Fördervereins
Die vom Förderverein initiierte und angebotene Betreuung hat täglich von 07.30 bis 15.00 Uhr geöffnet und bietet 20 Kindern von der ersten bis zur vierten Klasse ein umfangreiches Angebot mit warmem Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Spiel und Beschäftigungsangeboten in einem liebevoll eingerichteten Betreuungsraum.
Die Spielgeräte auf dem Schulhof werden ebenfalls von den Kindern genutzt. Die Betreuung wird hauptsächlich von berufstätigen oder alleinerziehenden Eltern in Anspruch genommen. Durch die konstruktive Zusammenarbeit von Schulleitung, Eltern und Schulelternbeirat wird für die Kinder ein förderliches Umfeld geschaffen.


5. Arbeitsvorhaben
5.1 Weiterarbeit am Gesamtzertifikat
Nach dem Erreichen der Teilzertifikate für die Bereiche Bewegung, Gesunde Ernährung, Mobilitätserziehung sowie Sucht-und Gewaltprävention hat das Kollegium der GSS in der Gesamtkonferenz beschlossen, das Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ anzustreben. Das Staatliche Schulamt Offenbach wurde über diesen Beschluss informiert.

5.2 Erarbeiten eines Methodencurriculums
Alle Schüler brauchen Lern-und Methodenkompetenzen, um ihren Lernprozess
während, aber auch nach der Unterrichtszeit fortzusetzen. Dazu zählt, dass sie selbstständig an Aufgaben arbeiten können, dass sie lernen, ihre Arbeit rechtzeitig fertig zu stellen, Informationen zu nutzen und nachzufragen, wenn sie etwas nicht verstehen.
„Lernen lernen" ist eine wichtige Voraussetzung für alle weiteren Lernaktivitäten nach der Schule.

Zur optimalen Bewältigung offener Lernsituationen sind unterschiedliche Lern-und Arbeitsmethoden notwendig, die die Kinder in Trainingssituationen kennen lernen sollen.
Die Beherrschung einer möglichst großen Auswahl an Methoden sollte sie dann besser in die Lage versetzen, ihr Lernen selbstständiger zu planen und zu organisieren und ist Voraussetzung dafür, den eigenen Lernweg zu finden. Eine Arbeitsgruppe erstellt ein verbindliches Methodencurriculum basierend auf dem kooperativen Lernen.

5.3 Erarbeitung des schuleigenen Deutschcurriculums
Unterstützt von Schulentwicklern des Staatlichen Schulamtes Offenbach hat das Kollegium im Rahmen eines pädagogischen Tages mit der Erarbeitung eines Deutschcurriculums begonnen. Ziel ist es, dieses bis Ende 2013 fertiggestellt zu haben.

5.4 Öffnung der Schule in den Nachmittag (Profil 1)
In der Gesamtkonferenz vom 19.3.2013 wurde die Öffnung der Schule in den Nachmittag im Rahmen des Profils 1 beschlossen. Dem stimmte die Schulkonferenz am 21.3.2013 zu. Bis November 2013 soll die Öffnung in den Nachmittag beantragt und ein entsprechendes schulbezogenes Konzept erstellt werden.